Menschenrechtsverfechter
Daw Aung San Suu Kyi (geb. 1945)

Daw Aung San Suu Kyi war eine wichtige Stimme für Menschenrechte und Freiheit in Birma (Myanmar), einem Land, das seit 1962 von einer Militärregierung beherrscht wird. Sie wurde in Rangun geboren und studierte an der Universität von Oxford. 1988 wurde sie politisch aktiv, als die Junta von Birma gewaltsam einen Massenaufstand unterband und dabei Tausende von Zivilisten tötete. Suu Kyi schrieb einen offenen Brief an die Regierung und verlangte die Bildung eines unabhängigen Komitees zur Abhaltung demokratischer Wahlen. Sie widersetzte sich einem Regierungsverbot politischer Versammlungen von mehr als vier Personen und sprach zu großen Zuhörerzahlen in ganz Birma als Generalsekretärin der neu gegründeten National League for Democracy (Nationalliga für Demokratie, NLD). 1989 wurde sie unter Hausarrest gestellt. Trotz ihres Arrests gewann die NLD die Wahlen mit 82 Prozent der parlamentarischen Sitze, doch die Militärdiktatur weigerte sich, das Ergebnis anzuerkennen. Suu Kyi blieb seit dieser Zeit fast ständig im Gefängnis und wies das Freiheitsangebot der Regierung zurück, da sie Birma dann hätte verlassen müssen. Im Jahre 2003 kam sie aus dem Gefängnis und wurde wieder unter Hausarrest gestellt, der von der Junta wiederholt und rechtswidrig verlängert wurde. Sie bleibt ein lebender Ausdruck der Entschlossenheit ihres Volkes, politische und wirtschaftliche Freiheiten zu erlangen. Im Jahre 1991 erhielt Suu Kyi den Friedensnobelpreis und rief die Bürger der ganzen Welt auf: „Nutzen Sie Ihre Freiheit, um die unsere zu fördern.“