Menschenrechts-
verletzungen

ARTIKEL 21 – DAS RECHT AUF DEMOKRATIE

1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.

2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.

3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muss durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder in einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

In Simbabwe wurden Hunderte von Menschenrechtsverfechtern und Mitgliedern der größten Oppositionspartei, des ‚Movement for Democratic Change‘ (Bewegung für demokratischen Wandel) (MDC), inhaftiert, weil sie an friedlichen Versammlungen teilnahmen.

In Pakistan wurden Tausende von Rechtsanwälten, Journalisten, Menschenrechtsverfechtern und politischen Aktivisten verhaftet, die Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und eine unabhängige Rechtsprechung verlangten.

In Kuba waren Ende 2007 zweiundsechzig politische Häftlinge wegen ihrer gewaltfreien politischen Ansichten oder Aktivitäten im Gefängnis.

ZUSAMMENFASSUNG

Menschenrechte existieren, wie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und im gesamten internationalen Menschenrechtsgesetz dargestellt. Sie werden zumindest im Prinzip von den meisten Nationen anerkannt und bilden das Herzstück vieler nationaler Verfassungen. Dennoch ist die aktuelle Lage auf der Welt weit von den in der Erklärung vorgesehenen Idealen entfernt.

Für einige ist die vollständige Verwirklichung der Menschenrechte ein entferntes und unerreichbares Ziel. Sogar international gültige Menschenrechtsgesetze sind schwierig durchzusetzen, und die Verfolgung einer Klage kann Jahre dauern und viel Geld kosten. Diese internationalen Gesetze sollen eine abschreckende Wirkung haben, aber sie sind unzureichend, um einen angemessenen Schutz der Menschenrechte zu gewährleisten. Die sichtbare Wirklichkeit täglicher Menschenrechtsverletzungen belegt dies eindringlich.

Diskriminierung nimmt weltweit überhand. Tausende sind im Gefängnis, nur weil sie ihre Meinung kundgetan haben. Folter und politische Gefangene, denen oft keine Gerichtsverhandlung zugestanden wurde, sind an der Tagesordnung. Solche Praktiken werden geduldet und sogar in einigen demokratischen Staaten praktiziert.

Doch Sie können mithelfen, das zu ändern. Informieren Sie sich, indem Sie aktuelle Berichte über die Menschenrechtslage in der Welt lesen.

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