NEWSMENSCHENRECHTE WELTWEIT ZU EINER GELEBTEN TATSACHE MACHEN

DIE BESTEN UND AUFGEWECKTESTEN IN PAKISTAN VOR DEM EXTREMISMUS BEWAHREN

Pakistanische Jungen und Mädchen lernen die Menschenrechte. In weniger als drei Jahren wurden über 20 000 Jugendliche im Lehrplan für Youth for Human Rights ausgebildet.

Wie ein einzelner Mann Tausende von pakistanischen Jugendlichen mit der Menschenrechtsaufklärung erreicht, bevor sie von extremistischen Gruppen rekrutiert werden können, und etwas ins Leben ruft, das er „Soldaten des Friedens“ nennt.

Extremisten gehen in die Schulen, sprechen mit den Kindern und rekrutieren sie. Sie wollen die Kinder, die aufgeweckt und klug sind“, sagt Ihsan Hanjra, während er über militante Gruppen spricht, von denen man einmal glaubte, sie würden in erster Linie die Armen und Ungebildeten ausnützen. Aber bei einer Studie, die kürzlich bei einer solchen Gruppe durchgeführt wurde, wurde festgestellt, dass die meisten Rekruten gut ausgebildet waren, sich im Alter von 17 Jahren der Gruppe angeschlossen und mit ungefähr 21 den Tod gefunden haben.

Herr Hanjra, ein Anwalt am Obersten Gericht von Pakistan, ist fest entschlossen, das Schicksal dieser Jugendlichen zu ändern. Er war schon seit Jahren auf dem Gebiet der Menschenrechte tätig, erkannte seine Berufung aber erst 2014, als er den Namen „Youth for Human Rights“ zum ersten Mal hörte. Er bestellte sofort die Materialien und machte sich auf, die Jugendlichen zu unterrichten, bevor ihnen von den militanten Gruppen etwas anderes beigebracht werden konnte.

Aber er musste diskret vorgehen. „Es ist nicht einfach, die Botschaft weiterzugeben, dass ‚Jeder Mensch von Geburt an frei ist‘, denn in Pakistan ist das wie ein Spiel mit dem Feuer“, sagt er. Er wandte sich an die Behörden des Gujranwala Bezirks und erhielt die Genehmigung für ein erstes „Menschenrechtsbewusstseins-Treffen.“ Die erste Ausbildungsveranstaltung führte dazu, dass eine weitere genehmigt wurde, und so unterrichtete er schon bald Hunderte von Schülern aus öffentlichen Schulen auf einmal.

Herr Hanjra übermittelt das Programm direkt aus dem Unterrichtshandbuch, aber was er danach macht, ist einzigartig. Er wählt vier Schüler – die aufgewecktesten aus der 5., 6., 7. und 8. Klasse – und bildet sie in Bezug auf den Lehrplan aus. Diese übermitteln das Wissen dann für die nächsten vier Jahre an benachbarte Schulen. Auf diese Weise erreicht er die Jugendlichen immer schneller und hat die Besten und Aufgewecktesten auf seiner Seite, noch bevor die Extremisten an sie herantreten.

„Es ist nicht einfach, die Botschaft weiterzugeben, dass ‚Jeder Mensch von Geburt an frei ist‘, denn in Pakistan ist das wie ein Spiel mit dem Feuer.“

„Tatsächlich schaden wir unseren Kindern, wenn wir sie nicht auf dem Gebiet des Friedens und in den Menschenrechten unterrichten, denn ein anderer wird sie sonst im Extremismus unterrichten und dann werden sie zu Soldaten des Extremismus. Ich möchte, dass sie Soldaten des Friedens sind“, sagt er.

Er berichtet, dass er 400 Lehrer und 2000 der aufgewecktesten Jugendlichen ausgebildet und bis jetzt in der Punjab Region insgesamt an die 20 000 Schüler über die Menschenrechte aufgeklärt hat.



FAKTEN

EXTREMISMUS IN PAKISTAN

In dieser Ausgabe haben Sie gesehen, wie Youth for Human Rights Jugendliche vor dem Extremismus bewahrt. Dies ist die Herausforderung und das Versprechen:

FAST

50 %

der Selbstmordattentäter in Pakistan sind 16 Jahre alt oder jünger.

In 500

STÄDTEN

in Pakistan gab es mindestens einen terroristischen Vorfall pro Jahr und in 180 Städten gab es zwei oder mehr dieser Vorfälle.

61 497

Todesopfer

durch Terrorismus in Pakistan zwischen 2003 und 2016.

87 %

DER MUSLIME

in Pakistan sagen, dass Selbstmord nie gerechtfertigt ist, um den Islam vor seinen Feinden zu schützen.

87 %

der Männer und Frauen

in Pakistan sagen, dass es sowohl für Jungen als auch für Mädchen wichtig ist, ausgebildet zu werden.



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