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KERRI KASEM KÄMPFT FÜR DIE RECHTE DER FAMILIE

Kerri Kasem (rechts) mit ihrem Vater Casey Kasem, ehemaliger Radiomoderator der American Top 40 und die Stimme von Scooby Doo, dem Hund in der nach ihm benannten Filmserie.

Radiomoderatorin Kerri Kasem, Tochter von Casey Kasem, teilt ihre persönliche Geschichte und ihren persönlichen Kampf mit, um Menschenrechte zu gewährleisten.

Die Leute denken, Verstöße gegen die Menschenrechte finden in Timor, Ruanda und im Iran statt. Aber auch hier, in den Vereinigten Staaten von Amerika, finden an jedem einzelnen Tag Menschenrechtsverletzungen statt“, sagt Kerri Kasem, eine Botschafterin für United for Human Rights (UHR).

Kerri, deren Vater, Casey Kasem, Radiomoderator der American Top 40 und die Stimme von Scooby Doo war, erlebte es hautnah. Sie verlor jeden Kontakt mit Casey, als er Demenz entwickelte und seine Frau 2013 zu seinem Vormund wurde. Ihm wurden Telefon und Computer weggenommen, seine Mitarbeiter wurden entlassen und niemand aus seiner Familie oder von seinen Freunden wurde gestattet, ihn zu besuchen.

Hoffnungslos, hilflos, frustriert und wütend erfuhr Kerri schon bald, dass sie sich an niemanden wenden konnte – weder die Polizei noch die Erwachsenenschutzbehörde konnten ihr helfen.

„Mir wurde klar, dass erwachsene Kinder keine Rechte hatten, wenn es darum ging, ihre kränkelnden Eltern zu besuchen“, sagte Kerri. „Und diejenigen, die sie isolierten, mussten den erwachsenen Kindern nicht einmal mitteilen, ob der kranke Elternteil gestorben ist oder wo er begraben wurde. Das Recht meines Vaters auf seine Familie, sein Recht, in Freiheit und Sicherheit zu leben, und sein Recht, keiner Quälerei ausgesetzt zu werden, waren ihm verweigert worden. Und selbst im Tod verletzte meine Stiefmutter die Rechte meines Vaters – sein Recht auf eine Staatsangehörigkeit. Sie ließ ihn in einem Land beerdigen, in dem er nie gewesen war. Er war in den Vereinigten Staaten von Amerika geboren und aufgewachsen und wollte dort beerdigt werden.“

Als sie ihre Erfahrungen laut zu äußern begann, erhielt Kerri Hunderte von Briefen von Leuten in einer ähnlichen Lage – traumatisiert, wütend und nicht imstande, ihre Angehörigen noch einmal zu sehen.

„Ich wusste, dass ich etwas tun musste“, sagt sie. „Also begann ich, die Kasem Cares Foundation zu gründen, quer durch das Land zu reisen, andere über ihre grundlegenden Menschenrechte zu informieren und darum zu kämpfen, diese Rechte durch die Gesetzgebung zu verwirklichen.“

Kerri erreichte, dass in Kalifornien die „Kasem Cares Visitation Bill“ (ein Besuchsrechts-Gesetz) verabschiedet wurde. Das Gesetz ermöglicht erwachsenen Kindern, einen Richter um das Besuchsrecht für einen kränkelnden Elternteil oder Angehörigen zu bitten, und ordnet an, dass der Vormund des Elternteils dem Kind mitteilen muss, wenn ein Elternteil im Krankenhaus ist oder dass es gestorben ist und wo es beerdigt wurde. (Das Gesetz erzwingt dieses Besuchsrecht jedoch nicht, wenn der kränkelnde Elternteil das nicht möchte.) In 11 Bundesstaaten ist dies jetzt geltendes Recht, und Aspekte davon wurden in neun weiteren Staaten in ähnlichen Gesetzesentwürfen aufgenommen. Das macht 20 Bundesstaaten, die Gesetze verabschieden, um die Misshandlung älterer Menschen zu zügeln, und mehr ist am Kommen.

„Die Leute denken, Verstöße gegen die Menschenrechte finden in Timor, Ruanda und im Iran statt. Aber auch hier, in den Vereinigten Staaten von Amerika, finden an jedem einzelnen Tag Menschenrechtsverletzungen statt.“

Kurz nach der Verabschiedung des Gesetztes rief Kerri eine Frau zurück, weinend und mit einem Brief in der Hand, in welchem ihr die Frau für ihre Arbeit dankte. Die Frau sagte ihr: „Ich konnte meinen Vater besuchen und bei ihm sein, bevor er starb, und das aufgrund Ihres Gesetzesentwurfs.“

„Im Wesentlichen ist die Misshandlung älterer Menschen ein Menschenrechtsproblem“, sagt Kerri. „Die Leute halten ihre Menschenrechte für selbstverständlich, bis sie ihnen weggenommen werden, es ist jedoch notwendig, diese Rechte jetzt zu kennen.“

Heutzutage verwendet Kerri audiovisuelles Material von Youth for Human Rights, um Staatsanwälte, Ermittler, Vollzugsbeamte und Leute von der Erwachsenenschutzbehörde in den gefährdeten, grundlegenden Rechten hinsichtlich der Misshandlung älterer Menschen auszubilden.

„Wenn Sie Ihre Menschenrechte kennen, können Sie ihre Stadt verändern, Sie können Ihren Bundesstaat verändern, Sie können Ihr Land verändern und Sie können die Welt verändern“, sagt Kerri. „Kennen Sie bitte die Menschenrechte und verlangen Sie, dass die Leute sie respektieren und aufrechterhalten. Das hat mich meine Erfahrung gelehrt.“



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